FeedBode (Joh. Joach. Christoph)
Literatur & SpracheBrockhaus 1882

Bode (Joh. Joach. Christoph), Schriftsteller geb. 16. Jan. 1730 zu Braunschweig, widmete si anfänglich der Musik, wurde 1750 Hoboist bei einem braunschw. Regiment und lernte in Helmstedt, wo er „ musikalisch weiter ausbilden wollte, Französisch, Englisch und Italienisch. Seit 1752 Hoboist in Celle, nahm er 1756 seinen Abschied und wandte sich nach Hamburg, wo er als Sprach⸗ und Musiklehrer thätig war, zugleich aus dem Französischen und Englischen übersetzte und 1762—63 den Hamburger Correspondenten redigierte, vermählte sich hier 1768 mit der Witwe des Buchhändlers Bohn und errichtete nun eine Buchdruckerei. B. verlegte eigene und fremde Werke (wie werband „Odeno, Goethes „Götz» u. s. w.) und verband sich mit Lessing zu einer „Buchhandlung der Gelehrtenv, bei der er jedoch sein WBüwe des einbüßte. Er ging daher 1778 mit der Witwe des Grafen Bernstorff als deren Geschäftsfuhrer nach Weimar, wurde von mehrern fürstlichen Personen mit Titeln geehrt und starb 13. Dez. 1793 zu Weimar. In der letzten Hälfte seines Lebens war er ein eifriges Mitlied des ee den er zu reformieren suchte. Als übersetzer nimmt B. eine ausgezeichnete Stelle ein. Die vorzüglichsten seiner lber⸗ (4 Bde., Hamb. 1768 u. öfter), Tristram Shandys Lebeno (9 Bde., Hamb. 1774 u. öfter), Smollets Humphrey Klinkers Reisen⸗ (3 Bde., Lpz. 1782 u. 178⁵) und — „Dorfprediger von Wakesield (Lpz. 1776 u. öfter), Montaignes Gedanken und Meinungeno (7 Bde., Berl. 1466—50. ieldings Tom . (6 Bde., Lpz. 1786—88). Vgl. Böttiger, «Bes litterarisches Leben »(Berl. 1796).

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 3, S. 229Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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