FeedBecker (Karl)
Bildende KunstBrockhaus 1882

Becker (Karl), beliebter Genremaler, geb. 18. Dez. 1820 zu Berlin, erhielt seine erste künstlerische Bildun auf der dortigen Akademie und trat dann in das Mteller von A. von Klöber. Im J. 1841 ing er nach München und erlernte hier unter H. Deß bei der Ausschmückung der Bonifacius-Basilika die Freskomalerei. Der Preis, den er 1842 bei der großen akademischen . ½ Berlin gewann, setzte ihn in den Stand, eine tudienreise zu bezinnen. Er ging zunächst auf ein Jahr nach Paris, dann auf drei Jahre nach Rom, wo ihn, neben dem nalerischen Studium von Land und Volk, hauptsächich die Ausführung mytholog. Bilder beschäftigte. Später wandte er sich mehr dem Genre und I Genre zu. Namentlich führte ihn eine Vorliebe für Venedig, wo er seit 1853 mehrmals Aufenthalt nahm, und für die alten venetian. Meister, die seinem aus SerHeschichnr u zusagten, zu Darder alren aus der Geschichte und dem Volksleben er alten Dogenstadt. Große kulturhistor. Treue, eine kräftige harmonische Färbung, ein feiner novellistischer 938 in dem oft sehr einfachen Vorgange, zeichnen B.s Bilder aus. Von denselben sind zu nennen: venetian. Maskenscene; der Besuch Karls V. bei Fugger in der Nationalgalerie zu Berlin; Scene aus „Götz von Berlichingene in der Galerie Strousberg; der Geburtstag des Ratsherrn in der städtischen Galerie zu Königsberg; die Edeldame und der Page; die Inquisition. Ein Ranené amilienbild euc1 sich in der Sammlung Ravené; das Gnaden-Wildd beim Dogen kam in den Besitz des Kaisers ilhelm. Die meisten in neuerer Zeit gemalten Bilder des unermüdlich 7˙ Künstlers sind nach Amerika verkauft worden. B. gehört zu den Senatsmitgliedern der berliner Akademie.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 2, S. 670Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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