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ErdkundeBrockhaus 1882

Bodrog, Fluß in Ungarn, der durch die Vereinigung der Flüsse Latorcza, Szeroye, Csaronda, Ungh, Laborcz, Ondava und Topla entsteht, deren lußgebiete sich über die Komitate Beregh, Unghvar, emplin und teilweise Säros erstrecken. Die Vereinigung vollzieht all im zempliner Komitat, wo der B. mit der parallel fließenden Theiß die fruchtbare Flußinsel Bodrogköz bildet. Oberhalb Tokay ergießt sich der B. in die Theiß. Häufige Überschwemmungen charakterisieren im Unterlaufe diese verschlungenen Gewässer, deren Regulierung seit 1700 oftmals versucht, aber noch nicht befriedigend durchgeführt worden ist. — Bodrog-Keresztür, Marktflecken im ungar. Komitat Zemplin am B., mit 1400 E., die vorzüglichen Wein bauen (Hegyalljaer oder Tokayer); ebenso sind die hiesigen Jahrmärkte berühmt.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 3, S. 238Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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