Almäs (spr. Almaasch, magyarisch, d. h. apfelreich) heißen mehrere obstreiche Thäler in Ungarn und Siebenbürgen, wie das schöne Thal der goldführenden Nera, welche unterhalb Weißkirchen in die Donau fällt. Auch heißt A. ein fischreicher Fluß in den ungar. Komitaten Sümeg und Baranya, an dem die Stadt Sziget liegt; er mündet in den Gyöngyös, einen Nebenfluß der Drau. Außerdem führen diesen Namen einzeln oder als Epitheton über 30 Orts 2 in Ungarn und Siebenbürgen, darunter 1) A., ein großer Marktflecken im Komitat Bacs mit (1880) 8000, ein Drittel ungarische, zwei Drittel deutsche, größtenteils kath. E. und vorzüglichem Weizen⸗ und Roggenbau; 2) A., ein Dorß im Komitat Komorn, an der Donau, aus908 und durch seinen rotweißen Marmorbruch, ein ad und viele röm. Altertümer, zählt (1880) 1091 größtenteils ungar.⸗luth. E. 3) Töt-⸗A., oder richtiger Tö⸗-A. (See-A.), Ort im Komitat eh zählt (1880) 2955 meist kath. ungar. E. und ist ebenfalls bekannt durch seinen Wein; 4) A. oder Homorod-A., Dorf in Siebenbürgen, am Flusse Homorod, im Komitat Udvarhely, mit 1921 größtenteils unitarischen ungar. E., einer Salzquelle und einer sehenswerten Tropfsteinhöhle, in der sich 1000 Mann verbergen können und bei welcher der Vargyas durch einen Berg strömt; 5) Nagy⸗ oder Groß-A., Dorf in Siebenbürgen, 53 Kme im NW. von Klausenburg, mit 1439 ungar. und walach., meist griech.⸗Kath. E. und den Ruinen des im 16. dahlon vom Wojwoden Emerich Balassa bewohnten chlosses A. oder Desövar und einer durch verschiedene Sagen berühmten Höhle.