Bois duroi (frz., eigentlich gehärtetes Holh), eine in neuerer Zeit, zuerst in Paris, aus den feingepulverten Sägespänen harzreicher Hölzer, namentlich edler, ausländischer Holzarten, die mit Albumin (dem im Blut enthaltenen, hier als Bindemittel dienenden Eiweißstoff) gemischt sind, unter Anwendung von Wärme durch den Druck starker hydraulischer 5519 Mase. zugleich bildsame und widerstandsfähige Masse, die sich ganz in der Art des natürlichen Holzes bearbeiten, auch färben vergolden und bronzieren läßt und aus welcher auf bei weitem wohlfeilere Weise als durch die mühsame Holzschnitzerei in vertieft gravierten H allerlei Luxusgegenstände (Staffeleien, Lesepulte, Kassetten, Fruchtschalen) sowie ar Nöhel Spier (Laubwerk, Rosetten, Arabesken) für Möbel, Spiegel⸗ und Bilderrahmen, Albumdeckel u. s. w. her⸗ — werden. (S. Künstliches Holz.) In eutschland ist die Erfindung des Bois durci wesentlich erst durch die um die technische wie um die künstlerische Entwickelung derselben verdiente Firma M. G. Junge in Berlin eingeführt worden.