Borken (in Westfalen), Kreisstadt des preuß. Regierungsbezirks Münster der Provinz Westfalen, 54 km westsüdwestlich von Münster, unfern des linken Ufers der Aa, eines Zuflusses der Ysel, gelegen, ist Sitz eines Amtsgerichts und Station der Linie Bismarck i. Westf.⸗Winterswyk der Bergisch-Märkischen Eisenbahn; die Stadt zählt (1880) 3150 meist kath. E. und hat zwei große mechan. Webereien mit 130 Arbeitern und 1836 Webstühlen, welche jährlich 20000 Stück Leinen und Halbleinen im Werte von über 500 000 Mark liefern. Ferner hat B. eine Rektoratsschule, Kranken⸗, Waisen⸗ und Armenhaus; u aus war die Stadt stark befestigt, fünf Türme sind aus jener Zeit noch vorhanden. — Der Kreis Borken zählt auf 649 qkm 43348 E.
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 3, S. 343Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei