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ErdkundeBrockhaus 1882

Brilon, Kreisstadt des preuß. Regierungsbezirks Arnsberg, einst Hansestadt und seit 1449 Hauptort des zu Kurköln gehörigen Herzogtums Westfalen, I meist kath. E., ist Sitz eines Amtsgerichts, Gymnasium, eine chem. Fabrik, Leinweberei, Zeugdruckerei und Bierbrauerei. Die Höhen von B., die sich im Norden des Plateau von Winterberg, in der Quellgegend der Ruhr, ausbreiten, den nordöstl. Teil des Sauerländischen Gebirges bilden und steil zum ar der Diemel abfallen, sind runde, bewaldete Kuppen von 450—500 m absoluter Erhebung. Höher sind die 10 km südlich von B. bei dem 116 seine vielen Nagelschmieden bekannten Dorfe Bruchhausen gelegenen Porphyrfelsen der vier Bruchhauser Steine (Born⸗, Feld⸗ und Drachenstein), die bis 700 m emporragen, schöne Aussichten gewähren und weithin in der Ebene von Münster sichtbar sind. — Der Kreis Brilon zählt auf 789,86 Jkm (1880) 37 892 E. Vgl. Becker, Geschichtliche Nachrichten über B.» (Brilon 1869).

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 3, S. 547Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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