Botticelli oder Boticelli (Sandro), eigentlich Alessandro Filipepi, ein Maler der Toscanischen Schule des 15. Jahrh., geb. 1447, gest. 17. Mai 1515. Er wurde zuerst dem Meister B., einem tüchtigen Goldschmied, in die Lehre gegeben, von dem sich sein Beiname herschreibt. Bald aber zeigte sich sein vorwiegender Hang zur Malerei, und er ward nun ein Schüler des Fra Filippo Lippi. Von diesem Meister nahm er das leiden-Rider Bewegte an, das sich in dessen Hanildern findet, und verband damit eine phantastische Auffassungsweise. B. war einer der ersten, der die antike Mythe und Allegorie in die moderne Kunst einführte und mit Vorliebe behandelte. So ist eine in der Muschel über das Meer dahineilende nackte Venus, die unter einem Rosenregen von Windgöttern an das Ufer getrieben wird (in den Uffizien zu Florenz), von großer Wirkung. Sein Wandlabafd Werk sind die 1474 begonnenen Wandgemälde in der Sixtinischen Kapelle des Vatikans. B. soll ein Anhänger Savonarolas gewesen sein und betrieb eifrig das Studium Dantes, welches die Stiche zum «Infernoy der Magnaschen Ucheberschaft a (Flor.1481) zur Frucht hatte. Seine Urheberschaft an der technischen Herstellung derselben ist jedoch zweifelhaft. Conversations-Lexikon. 13. Aufl. III.