FeedBötticher (Karl Heinr. von)
GeschichteBrockhaus 1882

Bötticher (Karl Heinr. von), Staatssekretär des Innern des Deutschen Reichs und preuß. Staatsminister, geb. 6. Jan. 1833 in Stettin, studierte in Würzburg und Berlin die Rechte und wurde 1860—61 als Gerichtsassessor beim Kammergericht in Berlin beschäftigt. Justtia der folenden drei Jahre arbeitete er als Justitiar bei den Regierungen in Gumbinnen, 18 Hist Stralsund und Potsdam und trat 1864 als Hilfsarbeiter in das preuß. Handelsministerium; 1865 schied er aus dem Staatsdienste, um ein Kommunalamt in Stralsund zu übernehmen. Von dort wurde er 1869 in das Ministerium des Innern berufen, wo er sich durch seine Arbeitskraft und Geschäftsgewandtheit auszeichnete und 1872 zum Geh. Reierungsrat und vortragenden Rat ernannt wurde. Trotdem zog er es vor, in den praktischen Verwaltungsdienst zurückzukehren. Er ging 1873 als Landdrost nach Hannoper. 1876 als Regierungspräsident nach Schleswig und wurde 1878 von dem Wahlkreise Apenrade-Flensburg in den Deutschen Reichstag gewählt. Hier schloß er sich der gemäßigt konservativen Partei an und vertrat mit Eifer die Zollpolitik des Fürsten Bismarck. Im J. 1879 wurde B. Oberpräsident von Schleswig-Holstein und im Sept. 1880 an Hofmanns Stelle Staatsekretär des Innern und 1881 Stellvertreter des eichskanzlers. m. f. Ant. de).

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 3, S. 387Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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