Boyer (Alexis, Baron de), ausgezeichneter franz. Chirurg, geb. 1. März 1757 zu Uzerches in Limousin, war erst Schreiber, dann Gehilfe eines Barbiers, und ging im Alter von 17 J. nach Paris, wo es ihm unter großen Anstrengungen gelang, sich seit 1779 unter der Leitung Desau ts der Chirurgie zu widmen. Er wurde 1787 Wundarzt an der Charitee, dann Pxrofessor der Chirurgie und später der Klinik an der Ecole de santé, 1804 erster Wundarzt des Kaisers, der ihn auch baronisierte. Nach der Restauration wurde er Professor der praktischen Chirurgie an der Universität zu Paris und erster Wundarzt an der Charitee, 1823 konsultierender Wundarzt des Königs und 1825 Mitglied des Instituts. Er starb 25. Nov. 1833. Seine vorzüglichsten Werke sind der „Traité complet d'anatomien (4 Bde., Par. 1797—99 u. öfter) und «Traité des maladies chirurgicales et des opërations qui leur conviennento (8 Bde., Par. 1814—22). Deutsch wurden seine Werke unter dem Titel 4Vollständiges Handbuch der Chirurgier von Textor bearbeitet (11 Bde., neue Aufl., Würzb. 1834—41). Von 1798—1817 setzte B. mit Roux und Corvisart das „Journal de médecine, chirurgie et pharmacier fort; auch finden sich von ihm viele Artikel im Dictionnaire des