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VerkehrBrockhaus 1882

Boyen, eine kleinere, nach dem Kriegsminister von Boyen benannte Festung im südl. Teile der Provinz Ostpreußen (Regierungsbezirk Gumbinnen), unweit westlich der Kreisstadt Lötzen zwischen dem Löwentin⸗ und Großen Mauersee am Lötzener Schiffahrtskanal gelegen. Der Bau begann 1844 und wurde erst 1875 vollendet. Die Befestigung umfaßt den südl. Hauptteil, vier Bastionen, „Schwerto, «Rechtv, Lichtv, cHermannv bildend, und das nördlich und höher gelegene Kernwerk von tenailliertem Grundriß, dessen Flügelsaillants Leopoldo und Ludwigo heißen. Die Benennungen der Teile sind den Vornamen Boyens und den drei Losungsworten seines Liedes: «Recht, Licht und Schwerto entnommen. B. ist Sperrfort für die Eisenbahn und Chaussee von der russ. Grenze über Lyk, Lötzen, Rastenburg nach Königsberg, welche zur Zeit die einzig brauchbaren Kriegskommunikationen des südl. Teils von Ostpreußen mit Königsberg und dem westl. Hinterlande bilden.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 3, S. 417Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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