Dupuhytren (Guillaume, Baron), berühmter sranz. Wundarzt und Anatom, geb. 6. Okt. 1777 zu Pierre-Buffiere in Haute-Vienne, studierte seit 1789 in Paris, wurde 1795 Prosektor bei der mediz. Fakultät zu Montpellier, 1801 Oberaufseher der anatom. Arbeiten in Paris, 1803 zweiter, 1815 erster Wundarzt am Hötel-Dieu und erhielt 1813 eine Professur der Chirurgie an der mediz. Fakultät, die 1818 in ein klinisches Lehramt am Hötel-Dieu verwandelt wurde. ugderch nahm ihn die Akademie als Mitglied auf. Der König ernannte ihn 1823 zu seinem ersten Leibchirurgus, was er auch unter Karl X. blieb. Bereits 1833 in seiner Wirksamkeit durch die Folgen eines Schlagflusses unterbrochen, starb er zu Paris 8. Febr. 1835. D. besaß einen außerordentlichen Scharfsinn in Stellung der Diagnosen, welche durch seine kühnen und mit großer Gewandtheit ausgeführten Operationen erechtfertigt wurden, und eine unerschütterliche uhe, die auch den gefährlichsten und drohendsten Zufällen bei Operationen widerstand. Er ist der Erfinder mehrerer Operationsmethoden und Inder acho auch machte er 36 Entdeckungen in er pathol. Anatomie. D.s Schriften betreffen einzelne Gegenstände der Chirurgie und pathol. Anatomie. Einige seiner Schüler vereinigten sich zur Herausgabe seiner Legçons orales de elinique chirurgicale faites à P'Hôtel-Dieuo (4 Bde., Par. 1830 — 34). Paillard und Marx gaben seinen Traité théorique et pratique des blessures par armes de guerrer (2 Bde., Par. 1834) heraus. Beide Werke sind in mehrere europ. Sprachen übersetzt. Vgl. Cruveilhier, «Vie de D.v (Par. 1841).