Braila, Hauptstadt des gleichnamigen Tünten in Rumänien, früher Festung, liegt auf dem linken Ufer der Donau an der Einmündung des Sireth in diesen Strom, welcher sich hier in sechs Arme teilt, von denen einer den Freihafen der Stadt bildet, und an der Eisenbahnlinie Bukarest⸗-Roman, zählt 32000 E. und ist nächst dem 19 Em entfernten Galatz der del. W. Platz in Rumänien für den Getreidehandel. B. ist der Sitz des Kreisvorstandes und des königl. Flotillenkommandements, hat mehrere Kirchen und viele geradelaufende Straßen. den Türkenkriegen der letzten Hälfte des 18. ahrh. wurde die Stadt mehrmals von den Russen belagert und eingenommen, nach der Einnahme von 1770 niedergebrannt. Im Frieden zu Kutschul-Kainardschi von 1774 erhielten es die Türken zurück, die es nun auf europ. Weise befestigten. Doch mußte sich B. 1828 nach tapferer Verteidigung an die Russen ergeben. ů Braine-le-Comte (vläm. 's Graven-Brakel), Stadt im Bezirk Soignies der belg. Dräne Hennegau, Knotenpunkt der Eisenbahn Brüssel-Mons und Gent-Charleroi, ½ 7310 E. und hat bedeutende Steinbrüche. B. ist der Hauptbuttermarkt der Provinz Hennegau.