Brahms (Johs.), einer der bedeutendsten deutschen Komponisten der Gegenwart, geb. 7. Mai 1833 zu Hamburg, Sohn eines am dortigen Stadttheater angestellten Kontrabassisten, erhielt seinen nterricht im Klavierspiel und der Komposition hauptsächlich von Eduard Marxsen in Altona, bildete sich aber wesentlich durch energische Privatstudien. Im J. 1847 trat er zum erstenmal als Pianist öffentlich auf. Eine begeisterte Verehrung ich Rob. Schumann führte en M (1853) zu persönlicher Bekanntschaft mit diesem Meister, welcher den ber 42 Künstler durch ür Mustt⸗ günstige Kritik in er (Neuen ine drst für Musiko in die Kunstwelt Liben n Seine ersten Werke (Klavierstücke und Lieder) wurden hierauf 1854 in Leipzig gedruckt. Nachdem B. an verschiedenen Orten eutschlands und der Schweiz gelebt, eine Reihe von Werken, besonders Klavier⸗ und Kammermusik, komponiert hatte, libe er 1862 15 0 Wien, wo er seitdem seinen wesentlichen Wohnsitz hat. In den ersten Jahren dirigierte er die wiener Singakademie und 1872 — 74 die Konzerte der Gesellschaft der Musikfreunde, lebt aber seitdem als Privatmann in Wien, nur der Komposition gewidmet. Bis 1882 hat B. in etwa achtzig Werken Musik aller Gattungen veröffentlicht: ein⸗ und mehrstimmige Lieder und Gesänge, sebe Serenaden für Orchester, Variationen für daselbe, zwei Sextette für für Klanier allerf zwei Klavierkonzerte, Sonaten für Klavier allein und für Klavier mit Violoncello, Klaviertrios, Klavierguartette und Klavierquintette, Variationen und kleinere Stücke für Klavier; ferner Rinaldov, Kantate für Tenorsolo, Männerchor und Orchester, Rhapsodie (Fragment aus Goethes Harzreise im Winterp) für Altsolo, Männerchor und Orchester, und seine Hauptwerke: «Ein deutsches Requiemo für Soli, Chor und Orchester, «Schicksalsliedo und „Triumphlied v (beide für Chor und Orchester), in neuester Zeit noch ein Violinkonzert, zwei Symphonien (in Es- und D-dur) und zwei Ouverturen (Tragische Ouvertures und «Akademische Fest-Ouverturep). Schon in seinen frühesten Werken trat B. mit großer Selbständigkeit und charakteristischer Eigentümlichkeit hervor; durch ausgebreitete Studien hat er seinem Stil das Gepräge selbständiger Meisterschaft gegeben, sodaß bei ihm wohl im ein-Meiß eine Nachahmung der Gebilde verschiedener eister, nicht aber im ganzen eine Abhängigkeit von einem einzelnen bestimmten Komponisten der frühern Zeit wahrzunehmen ist.