Brie, eine franz. Landschaft, welche vom Zusammenfluß der Seine und Marne oberhalb Paris ostwärts bis Sezanne reicht, jetztzum Depart. Seine-Marne, kleinernteils zu den Depart. der Marne, Aube und Aisne gehört, und (namentlich die obere B.) eine der aher pon Port Gegenden Frankreichs, die Kornkammer von Paris ist, zugleich berühmt durch ihre Rahmkäse, aber verrufen wegen ihrer schlechten Weine. Sie zerfiel ehemals in die B. Champenoise mit den Hauptstädten Meaux, Provins und Chäteau-Thierry im O., die zur Provinz Champagne, und die B. Francaise oder Parisienne im W., die zur Provinz Isle-de-France .5 Das Land bildete lange Zeit eine eigene Graf chaft, der n nach dem Aussterden ihrer Herren 1328 mit der Krone Frankreich vereinigt wurde. Der Hauptort B. Frangaise war das Städtchen Brie-Comte-Robert oder Brie-sur-Mrés im Depart. Seine-Marne, 18 km im NNW. von Melun, Endstation einer Zweigbahn der franz. Ostbahn, mit 2770 E., die beträchtlichen Handel mit Getreide und Käse treiben, und mit einer merkwürdigen got. Kirche, die sehr schöne Glasmalereien und mehrere Grabmäler aus dem 13. Jahrh. enthält.