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ErdkundeBrockhaus 1882

Deva, span. Stadt in der baskischen Provinz Guipuzeoa, an der Mündung der Deva, 47 km westlich von San-Sebastian, am Fuße des Anduz, mit (1877) 3267 CE., hat einen kleinen, versandenden Hafen und ein stark besuchtes, treffliches Seebad. Deva (deutsch Diemrich, rumän. Gyeva), Stadt im ungar. Komitat Hunhad, Sitz des Komitats, am linken Ufer der Maros und an der Linie Arad-Karlsburg der Siebenbürger Eisenbahn, am Fuße eines steilen Trachitbergs gelegen. Die 3935 E. (1880) sind Magyaren und Rumänen und gehören vier Glaubensbekenntnissen an (röm. und griech. Katholiken, Reformierte, Griechisch-Orientalischeh, die hier auch ihre besondern Pfarrkirchen haben. D. hat eine Staats⸗-Oberrealschule, ein Staatslehrerseminar, Komitatsspital, Gerichtshof, Bezirksgericht, mehrere Fabriken und lebhaften Handel, namentlich mit Holz. Oberhalb der Stadt liegt auf steilem Kegel die Ruine der wichtigen Feste D., die in der siebenbürg. Geschichte eine erhebliche Rolle spielte und bis zum J. 1849 zum Gefängnis diente. Damals flog ein Teil derselben durch Unvorsichtigkeit in die Luft. Hier legte 18. Aug. 1849 eine Abteilung ungar. Revolutionstruppen die Waffen nieder. D. ist auch der Geburtsort des «ungarischen Luthers Devai (s. d.).

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 5, S. 278Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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