Bramante, eigentlich Donato Lazzari, einer der berühmtesten ital. Baumeister, auch als Maler ausgezeichnet, wurde zu Monte-Asdroaldo im Herzogtum Urbino 1444 geboren. Seine frü-Nar künstlerische Thätigkeit gehört vornehmlich ailand an, wo er von 1476 bis 1499 verweilte und zunächst als Maler sich einen Namen machte. B. gilt für einen der vorzüglichsten Maler der Lombardei vor der Schule des Leonardo da Vinci; sein Lehrer war Fra Carnavale. Die Erfolge, die er im Fache der Architektur erlangte, verdunkelten aber seinen Ruhm in der Malerei. In Mailand wurden von ihm seit 1476 der Chor von Sta.Maria delle Grazie, die Kirche Sta. Maria presso San-Satiro und andere Bauwerke aufgeführt; die Wiederaufnahme der antiken Bauformen zeigt sich an diesen Gebäuden in lebendig-freiem Sinne und in anmutigster Weise durchgeführt. Nach dem Sturze des Lodovico Sforza ging er nach Rom, wo er durch Alexander VI. und .95 II. die umfasdem te Beschäftigung erhielt. Hier wirkte er in em berühmten Kreise von Künstlern, aus denen der 2 eiens wohlgesinnte Michel Angelo und der von B. besonders begünstigte Rafael Uin won t-Das erste große Unternehmen, das ihm von Julius II. aufgetragen ward, betraf die Verbindung des vatikanischen — mit den Gärten des Belvedere und die Umgestaltung beider zu einem großartigen Ganzen; doch sind diese Anlagen in späterer Zeit mehrfach verändert worden. Das weite Unternehmen war der Neubau der Peters5. 0 wozu 1506 der Grund gelegt wurde. Doch B. starb zu Rom 1514, als erst einzelne Teile des Baues begonnen waren, und seine Nachfolger in der Baufuhrung wichen von seiner Idee vielfach ab. Sein müchtien aur Plan bestand in der Anlage einer mächtigen Kuppel über einem griech. Kreuz. Zu seinen wichtigsten Bauwerken in Rom Wa noch der Palast der Cancellaria und der Palast Giraud (ietzt Torlonia). B. war der größte Architekt seiner Zeit, der die Architektur der Renaissance ihrem Höhepunkte zuführte. l. Pungileone, Memorie intorno alla vita ed alle opere di B. (Rom 1836), capi d'arte di B.5 (Mail. 1870).