FeedBramarbas
Literatur & SpracheBrockhaus 1882

Bramarbas, lächerlicher Prahlhans, ein Ausdruck, der sich zuerst in einem von Philander von der Linde (in dessen Unterredung von der deutschen Poesier, Lpz. 1710) mitgeteilten satirischen Gedichte eines unbekannten Verfassers, «Kartell des B. an Don Quixoter, findet. Nach diesem Gedicht hat dann Gottsched einer von ihm veröffentlichten Übersetzung des Holbergschen Lustspiels Jakob von Tyboe eller den stortalende Soldatr (d. h. oder der großsprecherische Soldat) den Titel 4B. oder der —* sprecherische Offizierr verliehen. — Bramarasieren, großthun, aufschneiden, prahlen.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 3, S. 433Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

Auf derselben Druckseite 10

Ähnliche Artikel 6

Mehr aus Literatur & Sprache 6