Beer (Michgel), dramatischer Dichter, Bruder der vorigen, geb. 19. Aug. 1800 zu Berlin, widmete sich auf den Universitäten zu Berlin und Bonn geschichtlichen, philos. und naturwissenschaftlichen Studien und erweiterte seine Bildung durch Reisen in Frankreich und Italien. Später lebte er gewöhnlich in München, am Rhein oder in Paris, seltener in Berlin. Bereits 1819 kam von ihm ein Trauerspiel, «Klytämnestrav, in Berlin zur Aufführung, dessen Aufnahme den jungen Dichter ermunterte. Diesem folgte die Tragödie «Die Bräute von Aragonieno und das Trauerspiel „Der Paria (1823), welches die Stellung des Judentums be-Iptach und über das sich auch Goethe günstig ausprach. In Italien schrieb B. 1826 seine genuesischen Elegien, in München das Trauerspiel Struendt (Stuttg. 1829 u. 1847). Letzteres kam, trotz diplomatischer Einsprache, auf ——7 des Königs in München zur Aufführung und ist sein Hauptwerk. B. starb in München 22. März 1833. Seine Sämtlichen Werker (ECpz. 1835) begleitete der Dichter und bayr. Minister E. von Schenk mit einer biographischen Einleitung. Derselbe gab auch Beerberg, der höchste Berg (984 m) des Thüringerwaldes (s. d.).