Burleske (vom ital. Burla, d. h. Schwank, Grabes. Ein ist eine komische Dichtung niedern rades. Einen künstlerischen Wert hat die B. nur dann, wenn sie zugleich einen satirischen Charakter trägt. Der künstlerische Wert der Hanswurstiaden der alten Volksbühne oder der burlesken Gedichte Bürgers vom Zeus und der Europa, von der Frau Schnips u. dgl. ist daher, weil sie dieses Clement entbehren und in ihnen vorwiegend das Behagen am rein Cynischen zum Ausdru 2 t, ein sehr geringer. Ein sehr geeignetes Feld findet das B. in der Travestie (s. och kommt es hier darauf an, daß das B., indem es falsches Pathos oder krankhafte Uienrt daakeich di⸗ eißelt, ni t mit der falschen Dies m zugleich die Idealität selbst vernichtet. Dies ist der Grund, warum Jean Paul 5en die Travestie den Vers fordert, wenn auch nur en Knittelvers; der Kothurn des Metrums erhebt uns in eine Welt höherer Freiheit. Schon bei den Griechen fand das B. seine künstlerische Darstellung und Ausbildung, in der Batrachomyomachie und vor allem in Aristophanes. Plumper, aber noch unmittelbarer aus dem Volksgemüt entspringend, erscheint es bei den Römern. Meister des B. sind die Italiener mit ihrem Buffo der Volksbühne und mit jener Kunstform der Epik und Lyrik, welche von Berni (s. d.) ausging. Ahnlich ist die Entwickelung des B. bei den Franzosen. Bei den Deutschen, die schon im 16. Jahrh. Bemerkenswertes auf diesem Gebiete leisteten, haben sich namentlich Abraham a Sancta-Clara, Sebastian Sailer und Bal. Il auf dem Gebiete der B. ausgezeichnet. gl. Flögel, «Geschichte des B.) (Opz. 1794).