Bray (Anna Cliza, geb. Kempe), engl. Schriftstellerin, geb. um 1800 in Cornwall, heiratete den Sohn des Malers Stothard, 18 Bre sie 1818 auf einer Reise durch die Normandie, Bretagne und benachbarte Teile Frankreichs begleitete. Eine Beschreibung derselben veröffentlichte sie in den Letters written during a tour in Normandy, Brittany etc. »(Lond. 1820), zu denen 0 Gatte die 2951. nungen lieferte. Nach dessen frühzeitigem Tode vollendete sie die von ihm begonnenen Monumental ettigies of Great Britaino und gab auch Memoirsv über den Verstorbenen heraus (1823). Bald darauf vermählte sie sich zum zweiten mal mit dem Geistlichen B., Vikar zu Tavistock in Devonshire. Das Studium Shakspeares sowie Chaucers und Scotts hatte ihr die Richtung auf das Mittelalter gegeben, welche in ihren Reisewerken, namentlich in der anziehenden Schrift Lour through the mountains and lakes of Switzerlando und in ihren vielen Romanen hervortritt, die mit großer Treue historische, meist der Vorzeit des westl. England entnommens 6 behandeln. Zu diesen gehören &De Foixo (3 Bde., Lond. 1826), The white hoods v (Lond. 1828), Trelawny of Trelavne (3 Bde., Lond. 1837), The protestanto (Lond. 1829), Henry de Pomeroy, or the eve of St.-Johnv (deutsch von Petri, 3 Bde., Grimma 1846), „Warleigh, or the fatal oak (3 Bde., Lond. 1836; deutsch von Pord3 Bde., Braunschw. 1837) und «Fitz of Eitz-Ford, a legend of Devono. da dem Roman «The Talba of Portugal (3 Bde., Lond. 1834) erzählt Mrs. B. die Geschichte der Ines de Castro. Eins ihrer besten Werke ist KCourtenay of Walreddon v. (3 Bde., Lond. 1844). In den „Novels and romances (neueste Aufl., 10 Bde., Lond. 1845—46) sind ihre histor. Romane zusammengefaßt, die mehrmals gedruckt und nach der zweiten LAusgabe von Bärmann (21 Bochn., Kiel 1835—38) und von Bruckbräu (12 Bde., Augsb. 1838—39) ins Deutsche übersetzt wurden. Ein späteres Werk, die Trials of domestic lifes (3 Bde., Lond. 1848), enthält Schilderunen aus dem Leben der westl. Grafschaften Engands. Der vortrefflichen, schön illustrierten Biographie ihres Schwiegervaters Stothard (Lite of Thomas Stothardo, Lond. 1851; 2. Aufl., Lond. 1861) folgte alsdann die Kinderschrift G& peep at the Pixieso (Lond. 1852) und ein fleißig gearbeitetes, aber als Ganzes mangelhaftes Werk über Händel (Handel, his life, personal and professional, with thoughts on sacred musico, Lond. 1857). Um diese Zeit verlor sie auch ihren zweiten Gatten, dessen dichterische Versuche nachher, mit Hinzufügung seiner Lebensbeschreibung (Poetical remains , 2 Bde., Lond. 1859) von ihr veröffentlicht wurden. Später erschienen von ihr noch: The good St. Louis and his times (Lond. 1870), The revolt of the protestants of the Cevennes (Lond. 1870), Hartland forest, a legend of North Devono (Lond. 1871), Joan of Arc and the times of Charles VII. of France (Lond. 1874), The borders of the Tamar and the Tavys (2 Bde., Plym. 1879) und 4«Silver linings, or light and shade (Lond. 1879). Sie lebt halb erblindet in London.