Beitzke (Heinr. Ludw.), Geschichtschreiber geb. 15. Febr. 1798 in Muttrin im pommerschen reise Belgard als Predigerssohn, arbeitete seit 1813 bei dem Gerichte in Belgard. Im Frühjahr 1815 trat er als freiwilliger Jäger in das preuß. Heer, nahm an den Belagerungen von Maubeuge und Philippeville teil und wurde im September zum Portepeesuchte B. befördert. Nach dem Friedensschlusse beuchte B. die Kriegsschulen zu Koblenz und Main wurde 1818 zum Offizier ernannt und demnächst zur allgemeinen Kriegsschule nach Berlin, Iiaos 1823—26 zur topogr. Abteilung des Generalstabs kommandiert. Im J. 1828 kam er als Lehrer der Geographie an die Divisionsschule zu Stargard, kehrte 1836 zum Regiment nach Kolberg —⁷ und wurde Anfang 1839 Kompagniechef. Anhaltende Kränklichkeit nötigte ihn, Ende 1845 den Abschied ehieit. In den er mit dem ahren en als Major erhielt. In den Gaarhte Jahren entstand B.s auptwerk, die «Geschichte der deutschen Derl iege in den J. 1813 und 1814 (3 Bde., Berl. 1855; 4. Aufl., neubearb. von Paul Goldschmidt, Brem. 1881 fg.), ein Buch, welches wissenschaftliche Gründlichkeit mit polit. Freisinn und vaterländischer Gesinnung vereinigt und in den weitesten Kreisen des deutschen Volks günstig aufgenommen wurde. Außerdem schrieb B.: „Geschichte des russ. Kriegs im J. 1812, (Berl. 1856; 2. Aufl. 1862), Geschichte des Jahres 1815 (2 Bde., Berl. 1865) und «Das preuß. Heer vor und nach der Reorganisatione (Berl. 1867). Im Nov. 1858 wurde er von dem Wahlbezirk Anklam in das preuß. Abgeordnetenhaus vier Wöa In der folgenden Legislatureriode in vier Wahlkreisen gewählt, nahm er das andat für Soest-Hamm an und wurde bei der Muietr Auflösung des Hauses mit gesteigerter angehörend, hat B., ohne als Redner sich hervorzuthun, namentlich in den Verhandlungen über die Heeresreorganisation im Sinne seiner Partei Einsfluß geübt. Auch gab er heraus: «Hinterlassene Schriften des Generalauditors Dr. Karl Friccius, nebst einer Lebensskizze desselben» (Berl. 1866). B. starb zu Berlin 10. Mai 1867.