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AllerleiBrockhaus 1882

Bridgewater (Francis Henry Egerton, Graf von), geb. 11. Nov. 1756, wurde als jüngerer Sohn zum Geistlichen bestimmt, hielt sich aber meist in Paris auf; 1823 erbte er, nachdem die Herzogswürde in seiner Familie schon vorher erloschen war, den Grafentitel und starb zu Paris 12. Febr. 1829. B. besaß eine umfassende Gelehrsamkeit und gab unter anderm den «Hippolytosv des Euripides (1796) und die Oden der Sappho heraus, war aber ein Sonderling ohnegleichen. Berühmt hat er sich gemacht durch sein 1825 verfaßtes Testament, in welchem er seine Handschriften und 5000 Pfd. St. dem Britischen Museum, und der Royal Society 8000 Pfd. St. überwies behufs der durch mehrere Schriftsteller zu besorgenden Herausgabe eines umfassenden Werks, dessen Tendenz die Nachweisung der Macht, Weisheit und Güte Gottes in der Schöpfung sein sollte. Infolge dieser Stiftung erschienen die unter dem Namen der Bridgewater-Traktate bekannten, auch ins Deutsche übersetzten (9 Bde., Stuttg. 1836 -38) Damken denen mehrerer namhafter Gelehrten, und unter enen besonders Bucklands 4Geologie und Mineralogier sich großen Ruhm erworben hat. Außerdem behandelten Whewell die Physik und Astronomie, Prout die Chemie und Meteorologie, Kirby die Sitten und ½ der Tiere, Roget die vergleichende 0 siologie der Tiere und Pflanzen, Charles Bell die menschliche Hand, Kidd das Verhältnis der äußern Welt Iaer Körperlichkeit des Menschen, Chalmers die allgemeine Betrachtung über die Offenbarung der Macht, Weisheit und Güte Gottes in den Beziehungen der äußern Welt zur moralischen und intellektuellen Natur des Menschen. Eine neue, mit Anmerkungen und IAA versehene Ausgabe dieser Abhandlungen wurde 1850 von dem londoner Verleger Bohn für seine «Scientifie Libraryy veranstaltet.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 3, S. 531Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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