Beudant Frangois Sulpice), ausgezeichneter Mineralog un Physiker, geb. 5. Sept. 1787 zu Paris, besuchte die Polytechnische und Normalschule, wurde 1811 Professor der Mathematik am( Marfen zu Avignon, 1813 Professor der Physik zu Marseille, 1815 Unterdirektor der Mineraliensammlung Ludwigs XVIII. zu Paris, wo er einige Jahre e darauf die Professur der Mineralogie an der Universität erhielt und 1824 zum Mitglied der Akademie der Wissenschaften erwählt ward. Seit 1840 Generalinspektor der Universität, starb er 9. Dez. 1850. B. 7½½ die verschiedenen Zweige der mineralog. Wissenschaft Ausgezeichnetes geleistet. Sein Hauptwerk ist der Essai d'un cours élémentaire et général des sciences physiques (Par. 1828), welcher in den Traité élémentaire de physiquer (6. Aufl., Par. 1838; deutsch, Lpz. 1830) und 4Traité élémentaire de minéralogies (2. Aufl., Par. 1830; deutsch, Lpz. 1826) zerfällt, von denen namentlich der letztere großes Aufsehen erregte. Viel Wichtiges enthielt auch seine „Voyage minéralogique et géologique en Hongrie, pendant Pannée 18185 (Par. 1822; deutsch Lpz. 1825). Als selbständiger Forscher bewährte sich B. früher schon in seinen Untersuchungen über das Verhältnis zwichen chem. Zusammensetzung und Krystallisation, über die Möglichkeit des Fortlebens der Meeresmollusken in süßem Wasser, sowie über das spezifische Gewicht der Mineralien und die chem. Analysen der Mineralkörper.