FeedBrink (Jan ten)
Literatur & SpracheBrockhaus 1882

Brink (Jan ten), holländ. Schriftsteller, geb. zu pingadam 15. Juni 1834, studierte in Urrecht Theologie, beschäftigte sich aber zugleich eingehend mit litterarischen Studien. Als Student verfaßte er die gekrönte Preisschrift cGerbrand Adriaensen Brederoòô, historisch-aesthetische studie van het Nederlandsch blijspel der 17 eeuwe (Utr. 1859) und eine Abhandlung über Dirck Volckertsen Coornhert en zijn Wellevenskunste² (Amst. 1860). Nach Erlangung der Doktorwürde 1860 ging er als Hauslehrer in einer ostind. Familie nach Batavia. Angeregt durch eine Reise in Java schrieb er Op de grenzen der Preanger, reisschetsen en mijmeringeno (Amst. 1861). Nach seiner Rückkehr ins Vaterland 1862 ward er als Lehrer des Niederländischen, erst am Gymnasium, später an der har B. Bürgerschule im Haag angestellt. Seitdem at B. eine rege schriftstellerische Thätigkeit, namentlich auf dem Gebiet der Novellistik und litterarischen Kritik entfaltet. Seine Schriften, u. a. die Skizzen &Oostindische Dames en Heeren, vier bijdragen tot de kennis van de zeden en usantien der Europeesche maatschappij in Neërlands Indier (Arnh. 1866; deutsch, 4 Tle., Lpz. 1868), «Vier bladzijden mit de geschiedenis der Fransche Revolutie (Utr. 1868); die Novellen Het vuur dat niet wordt uitgebluschto (Arnh. 1868), MNederlandsche Dames en Heeren, Novellen (Leid. 1873), De schoonzoon van Mevrouw de Roggeveeno (2 Bde., Arnh. 1872—73; deutsch, 2 Bde., Braunschw. 1876), 4Het verloren kind (Leid. 1879), sind in leichtfließendem, wenn auch mitunter manieriertem Stile geschrieben; auch verraten sie zu 1 den Einfluß franz. Muster. rinkman (Karl Gust., Baron von), schwed. Staatsmann und Dichter, geb. 24. Febr. 1764 auf dem väterlichen Gute Nacka im Kirchspiele Brännkyrka in der Landeshauptmannschaft Stockholm, studierte zu Upsala und besuchte dann die Universitäten zu Halle, wo er mit Schleiermacher befreundet wurde, Leipzig und Jena. Im J. 1790 nach Schweden urückgekehrt, widmete er sich der diplomatischen Laufbahn. Er wurde 1792 Legationssekretär der schwed. Gesandtschaft in Dresden und 1798 Geschäftsträger in Paris, das er nach dem 18. Brumaire verlassen mußte. Hierauf kam er 1801 in gleicher Eigenschaft an den preuß. Hof, und 1808 als Gesandter nach London, wurde aber 1810 nach Stockholm zurückberufen und zum Hofkanzler und Mitglied des Kollegiums zur Beratung der allgemeinen Reichsangelegenheiten ernannt. Die Schwedische Akademie wählte ihn 1828 zum Mitgliede. B. starb 25. Dez. 1847. Seine ersten Gedichten (2 Bde., Lpz. 1789) ließ er unter dem Namen Selmar erf einen; auch gab er in Paris ein Bändchen Gedichte für Wanch Freunde heraus. Dann folgten die Philos. Ansichten und Gedichtey Berl. 1806). Für das Gedicht „Die Welt des eniuso erhielt er 1821 von der Schwedischen Akademie den E Wewoß Lange Zeit galt er als der Verfasser der Memoiren des Herrn von S—ay, die aber von Woltmann herrühren. In der Zeitschrift Sveap ließ er 1828 KTankebildero drucken, die später in der Sammlung 4«Vitterhetsförsöko ni 1 Nu. 2, Stockh. 1842) erschienen. Viele Jahre and er mit Frau von Stael in Briefwechsel.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 3, S. 549Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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