Chinesisches Meer, ein nicht von allen Schriftstellern über Erdkunde in gleicher Ausdehnung aufgefaßter geogr. Begriff. Einige verstehen unter diesem Namen nicht nur die nördlichere, östlich von Korea, der großen japan. Insel Kiu:⸗siu und dem Archipel der Liu-kiu Meeresat westlich die Küste von China bespülende Meeresausbreitung bis zum Wendekreise des Krebses, sondern zugleich I noch das weite Meeresbecken südlich von letzterm, dessen Grenzen gegen O. die Batan-Inseln, Luzön, Mindoro, Paläauan und Borneo, gegen S. Borneo und Banka, gegen W. Sumatra, die Malaiische Halbinsel und Cochinchina, gegen N. aber die Südküste »rmißt, sind unter K aufzusuchen. Chinas von dem Meerbusen von Tungking bis zur e Insel Formosa und der nach in genannten Straße fl dilden. Letztere stellt die Verbindung beider Hälfx⸗⸗ ten dieses Chinesischen Meers in weitester Umfassung dar. Andere Geographen dagegen schränken [ den Namen des Chinesischen Meers auf das hier fl umschriebene Meeresbecken ein und nennen die See, von welcher China nördlich von dem Wendekreise des Krebses bespült wird, bis hinauf zu den Busen von Liao-tong und Pe-tschi-li Gelbes Meer. Die chines. Geographen kennen den Ausdruck Chinesisches Meer nicht, sondern teilen das Meer längs Ree Küste in drei Teile ein, nämlich: das Gelbe eer, chines. Wang-hai, von dem Golf von Liaos⸗⸗ tong bis etwa zum 32. nördl. Br.; das Ostliche Meer, chines. Tung-hai, von 32* nördl. Br. bis zum nördl. Wendekreise, und das Südliche Meer, chines. Nan-hai, von dem Wendekreise bis zum Busen von Tungking. [((Verbindungen).