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ErdkundeBrockhaus 1882

Brod, auch Brood (als Ortsname bei den Slawen häufig, entspricht dem deutschen Furt), Stadt und Festung am linken Ufer der Save in der vormaligen slawon. Militärgrenze, hat ein Bezirksgericht, eine Bürgerschule, eine Salzniederlage und zählt (1880) 2432 CE., teils röm.⸗kath. Kroaten, teils griech.⸗Kkath. Serben, die in dem Handel mit Bosnien ihren Erwerb finden. B. ist eine Station der auf der Save bis Sissek stromaufwärts verkehrenden Donau-Dampfschiffahrtsgesellschaft und Endstation der ungar. Staatsbahnlinie Dalya-B., an welche sich jenseit der Save die schmalspurige Bosnabahn anschließt, die vorläufig bis Zenica im Betriebe ist. Über die Save führt bei B. die 1878 vom österr. Kriegsärar erbaute Brücke mit eiserner Konstruktion auf hölzernen Pfeilern. B. liegt an der Stelle des röm. Marsonia, dessen Name noch in der Benennung des nahen großen Sumpfs Mrsonja erhalten ist. — Der Festung gegenüber am rechten Ufer der Save liegt Bosnisch (Türkisch)⸗Brod in Bosnien, mit (1879) 710 E., unter denen mehr als die Hälfte ohammedaner.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 3, S. 567Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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