Brosamer (Hans) ), ein upferstecher, Holz-Doren, und Maler, der, um 7 zu Fulda georen, 1552 zu Erfurt starb. r scheint —— nach Aldegrever und Burgkmair gebildet zu haben und schließt sich seiner ganzen Kunstweise nach den og. Kleinen Meistern an. Er hat meistenteils Muter für Goldschmiede und andere Kunsthandwerker entworfen, aber auch histor. Kompositionen geliefert. Einer seiner besten Holzschnitte ist ein schlafender Pferdeknecht, den eine Hexe belauscht. Unter seinen Radierungen zeichnen sich der Abt Johannes von Fulda, ein Lautenspieler u. a. aus. Gemälde von ihm sind selten, es sind meist Porträts von großer Wahrheit und trefflicher Charakteristik. Brosche aud broche), ein Schmuckgegenstand, ursprünglich bestimmt, zwei Seiten eines Gewandes, eines Mantels, eines Shawls zusammenzuheften, sei es wie in frühern Zeiten auf der Schulter, oder wie jetzt auf der Brust unter dem Kinn. Der wesentliche Bestandteil der B. ist daher eine Nadel (broche, Spieß, Nadel), die aber unter einem Schilde, unter einem Bogen oder sonstigem Oberteil in einer offenen Röhre oder in einem Haken gleich der modernen Sicherheitsnadel geborgen liegt. Sie bildet mit dieser Nadel den cgenfat zur Agraffe, welche durch Haken und Ose den gleichen Zweck erfüllt. Die B. ist nichts Neues weder in Zweck noch Form. Der älteste Schmuck kennt sie sowol in Gold, Silber wie auch in Bronze, wovon sehr viele Beispiele erhalten sind. Weder die Fibula der Römer, noch der — pan des Mittelalters ist etwas anderes. Im Kirchenschmuck ist sie als Zubehör des Bischofsmantels reich un großartig huet vo des Mittelalters ausgebildet. Aller Schmuck von Figuren, Email und Edelsteinen ist an ihr verwendet worden. Gegenwärtig ist der *1π und ursprüngliche Zweck der B. meistens vergessen und die B. ist gewöhnlich nur ein Schmuck, der dort unter dem Halse in das Kleid eingesteckt wird, wo früher der Mantel zusammengehlfebe wurde. Aber die Grundform ist dieselbe geblieben. Der deckende Schild über der Nadel ist nach wie vor der Sitz reichster Verzierung: er wird mit Steinen geschmückt, graviert, mit Filigran überzogen, emailliert u. s. w., dient als Medaillon zur Aufnahme von Porträts, von Haaren, kleinen Malereien, Mosaiken u. a. Das Material der B. ist edles und unedles Metall, auch Elfenbein, Holz, Glas, Halbedelstein, Muschel. Der Gebrauch dieses Schmucks ist so verbreitet, daß sich neben der edeln Bijouterie verschiedene Zweige der Kleinkunst mit seiner Herstellung beschäftigen.