Beham (Hans Sebald), geb. zu Nürnberg um 1500, Bruder des vorigen und wie dieser einer der og. Kleinmeister, erreicht im der eine noch höhere inheit und Durchbildung der Formen als jener; er ist überhaupt geistreicher und lebendiger in seinen Schöpfungen als sein Bruder. Beide B. sowie der Maler Georg Pencz wurden in Nürnberg wegen Berbreitung deistischer und sozialistischer 1. Jangeklagt und verbannt. Im J. 1530 befand er sich in Munchen, später in Frankfurt a. M., wo er am 22. Nov. 1550 starb. n hat von ihm eine bemalte Tischplatte vom J. 1534 für Albrecht vor Brandenburg, Erzbischof zu Mainz lim Louvre zu Paris). Auch seine Miniaturen in einem Gebetbuck der Hofbibliothek zu Aschaffenburg sind eistvoll er funden und trefflich gearbeitet. Unter seinen zahl reichen Kupferstichen und Holzschnitten — sic vier kleine Blätter, welche die Geschichte es verlorenen Sohnes behandeln, durch Sauberkeit und Klarheit der Arbeit aus. Von besonderm Wert sind ornamentale Stiche, welche verschiedenen Handwerken, besonders Goldschmieden, als Vorbilder zu dienen bestimmt waren. Vgl. Rosenberg, «Sebald und Barthel B.„ (Lpz. 1875); Aumüller, Les Petits Maitres Allemands. I. Barthélemy'et Haus Seb. B.v (Münch. 1882). Dehart Provinz in Britisch-Ostindien, s. Bihar.