Baldung Sans), genannt Grün oder Grien, einer der vorzüglichsten Künstler der sog. Oberdeutschen Schule, bekannt sowol als Maler wie als Kupferstecher und Zeichner für den Formschnitt, geb. 1470 oder 1476 zu Gmünd in und ün ben, arbeitete im Breisgau, in der Schweiz und im Elsaß. Zu Straßburg, wo er seit 1533 verweilte, ward er bischöfl. Hofmaler und Mitglied des Großen Rats. Er starb daselbst 1545. B.s Gemälde eigen den drastischen Naturalismus der oberdeutschen Schule, daneben aber auch in Erfindung und Komposition eine wahrhaft schöpferische Vban tasie. Bemerkenswert ist die schöne Anwendung des Helldunkels bei mehrern Werken B.s. Hauptarbeiten sind die Malereien im bad. Nonnenkloster Lichtenthal, vom J. 1496, und der Hochaltar des Münsters zu Freiburg, 1516 vollendet, dessen Mittelbild eine prachtvolle Krönung der Maria enthält und unter dessen Seitenbildern eine ungemein liebliche Flucht .Der Alter für B.s schönste Arbeit gehalten wird. r Altar des ehemaligen Klosters zu Issenheim lar ae in Colmar) wird ihm mit Wa rscheinlichkeit zugeschrieben.