Brosig (Mor.), deutscher Organist und Komponist, geb. 15. Okt. 1815 als jüngster Sohn eines Rittergutsbesitzers zu Fuchswinkel in Oberschlesien, besuchte in Breslau das Gymnasium und wurde dort durch den tüchtigen Domorganisten Franz Wolf in die Musik eingefuhrt, an dessen Statt er auch, als Wolf 1842 Nach Oberorganist an der Kathedrale wurde. Nach dem Tode des Domkapellmeisters — Hahn 1852 erhielt er dessen Stelle. Hatte er als Organist sich besonders der Komposition seines Instruments zugewandt, so schrieb er in seiner neuen Stellung eine V— von Werken der Kirchenmusik mit und ohne rchesterbegleitung. Man hat von + tüchtigen Künstler, der seit 1871 auch an der breslauer Universität als Docent der Musik wirkt, etwa 30 Hefte Orgelsachen, sieben Messen mit Orchester, eine fünfstimmige Vokalmesse mit Orgel, eine Choralmesse, über 30 Gradualien und Offertorien, zwei Sätze Vespern, ein Heft Lieder und einige Violoncell⸗ und Violinstücke mit Klavier. Auch ein Choralbuch und eine Harmonielehre hat B. herausgegeben.