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ErdkundeBrockhaus 1882

Buchholz, olz, Sta Sankt Katharinenberg im Buchholz, Stadt im sächs. Regierungsbezirk Zwickau, 600 m über dem Meere, an der Sehma, am Schottenberg und an der Zweigbahn Annaberg-Weipert der Sächsischen u9. Die Wohn2 km südsüdwestlich von Annaberg. Die Wohnhäuser der Stadt steigen 83 enwor. . 0 bis zur Spitze des Schottenbergs empor. B. hat zwei Kirchen, von denen die got. Katharinenkirche einen Flügelaltar aus der Schule Mich. Wohlgemuths und alte Glasgemälde hat, ferner zwei öffentliche Schulen, eine Posamentierschule, Volksbibliothek, eine Kinderbewahranstalt und zählt (1880) 6539 CE., welche auf etwa 500 Posamentierstühlen alle Arten Posamenten fertigen; außerdem bestehen große Kar-Klöppelei, Perlenweberei, Färberei, Bleicherei, Korsettfabrik und mehrere Etablissements für Herstellung von Sargverzierungen und Papierkanevas. Das Absatzgebiet der zu B. verfertigten Waren umfaßt beinahe alle Länder der Erde. Die Gründung der Stadt wurde durch die 1492 entdeckte Silberzeche Himmlisch Heer veranlaßt. B. erhielt 1504 Stadtrechte, doch wurde der Betrieb des Silberbergwerks bald ni Im J. 1504 gehörte B. zum Kurfürstentum Sachsen, während das benachbarte Annaberg dem Herzogtum Sachsen (albertinische Linie) zugehörte. Die Reformation wurde zu B. 1523 eingeführt. Durch Georg Einenkel wurde 1589 die Posamentierindustrie zu B. eingeführt.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 3, S. 676Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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