Aschersleben, Stadt im Regierungsbezirk Magdeburg der preuß. Provinz Sachsen, liegt 52 km luich von 90 von Magdeburg und 42 km nordwe 19 8 von Halle an der Eine, welche 2 km unterhalb der Stadt in die Wipper fließt, und an der Linie Halle-Vienenburg der Preußischen Staatseisenbahnen, die —* nach Köthen abzweigt, liche (1880) 19500 E. Sie besteht aus der eigentichen Stadt, der Neustadt und drei Vorstädten, ist Sitz eines Amtsgerichts, hat zwei evang.luth., eine reform. und eine kathol. Kirche, eine Synagoge, eine Realschule erster Ordnung, ein Armen⸗, ein Krankenhaus und zwei Hospitäler. A. treibt hervorragenden Land-und Gartenbau (Kunstgärtnerei), Tuchfabrikation (Flanell und Decken), Weberei und Färberei, 1e Papienn von Zucker (eine Fabrik), brilen, Ei e, Papierwaren, Maschinen (sechs Fabriken), Eisenwaren, Schwarzblech und Blechwaren, Ziegelbrennerei, Brauerei u. s. w. Alle diese industriellen Unternehmungen werden durch zwei eriebige Braunkohlenbergwerke wesentlich gefördert. n neuester Zeit sind bei A. große Steinsalzlager erbohrt worden, die im Besitz einer ud ist auch der Aktiengesellschaft sind. Sehr bedeutend ist auch der Ausfuhrhandel mit Getreide und Kartoffeln. Der Einefluß treibt eine Walk⸗ und vier Mahlmühlen. A. war früher Häuptort der Grafschaft Askanien, kam 1332 an das Stift Halberstadt und 1648 an Kurbrandenburg. angelerte 2 km unterhalb der Stadt liegt das 1831 angelegte Solbad Wilhelmsbad, ein wenig oberhalb derselben die sog. Alte Burgo, eine sehr alte Wallburg mit Turmruine, etzt ein beliebter Vergnügungsort, die fälschlich für en überrest der alten Burg Askanien (s. d.) ge-Oene worden ist, welche jedoch dicht an der westl eite der Stadt aber . — Der Kreis A. (dessen Landratssiz aber Quedlinburg ist) umfaßt 450 dkm mit (1880) 69 725 C. Vgl. Statist. Darstellung des Kreises A.» (Quedlinb. 1864).