FeedBuckskin
Handwerk & GewerbeBrockhaus 1882

Buckskin (engl. buck-skin, d. i. Bocksfell, Bocksleder, frz. cuir de laine), ein jetzt vielfach statt des eigentlichen Tuchs angewendeter, tuchähnlicher, aber geköperter Stoff, in den besten Sorten aus reiner Streichwolle, mit feiner, festgedrehter öfters zweifädig gezwirnter Kette gewebt, der mehr oder minder al gewalkt, nicht gerauht, aber auf der rechten Seite geschert wird, durch das Köpergewebe elastischer und infolge der stärkern Drehung des Garns weniger glänzend als Tuch ist und entweder — einfarbig oder mit verschiedenartigen Köpertreifen, sowie mit allerlei kleinen, einfachen Dessins versehen in den Handel kommt. Der Wohlfeilheit wegen werden derartige Stoffe mit gezwirnter baumwollener Kette und Einschlag aus einfachem Streichgarn (halbwollener B.), sowie aus Wolle mit Baumwolle und Leinen vermischt, ja selbst ganz aus Baumwolle oder Baumwolle und Leinen hergesteltt. Sehr dünne und leichte Buckskins werden Doeskins Gehleder) genannt. Erst in neuerer Zeit hat diese in England aufgekommene Fabrikation auch anderwärts Verbreitung und Ausbildung gefunden, noch heute werden die besten Buckskins in England, namentlich in Huddersfield, Leeds und —— — erzeugt. Durch geschmackvolle Muster sind die franz. Buckskins, besonders die von Sedan, Louviers, Elboeuf, Vienne, ausgezeichnet. Sehr gute Buckskins liefern in Belgien Verviers und Lüttich, in Osterreich Brünn und Reichenberg, während die besten deutschen Fabrikate dieser Art in der Rheingegend (Aachen, Eupen, Burtscheid aadenpa außerdem in Heidenheim, in Berlin, Branden urg, Burg, Spremberg, Grünberg, speziell in Sachsen in Crimmitschau, Werdau, Hainichen und Meerane produziert werden.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 3, S. 685Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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