Buczacz, Stadt in Ostgalizien rechts an der Strypa, die zum Dnjestr fließt, im ehemaligen Podolien, später Stanislaer Kreis Galiziens, mit (1880) 9970 E., Polen, Russen und Juden, die neben städtischen Gewerben vornehmlich Ackerbau und Handel betreiben. B. ist der Sitz einer Bezirksauptmannschaft und eines Bezirksgerichts, hat eine farrkirche röm.⸗lat. Ritus, mehrere Kirchen griech. Ritus, ein Basilianerkloster mit einer höhern Lehranstalt, ein schönes, aber schlecht erhaltenes Rathaus ein Schloß des Grafen Potocki, über welchem no die Reste der alten Burg zu sehen sind. Hier wurde 1672 der unglückliche Friede der Polen mit den Türken abgeschlossen. Die buczaczer Pferde, im 16. Jahrh. berühmt, genießen noch heute den Ruf ausdauernder 197 und Reittiere.