Büdös (ungar., soviel wie übelriechend), Berg im südöstl. Siebenbürgen, etwa 90 Em im NNO. von Kronstadt, berühmt durch seine Schwefelhöhlen, hat eine Höhe von 916 m mit breiter Kuppe und erstreckt sich von Nord nach Süd. An seiner nördl. und östl. Seite ist er mit hochstämmigem Walde, an der Süd⸗ und Westseite nur mit Buschwerk —7„ Die merkwürdigen Höhlen oder vielmehr Felsspalten befinden sich auf der südl. Seite. Die eine Höhle ist von meerschaumfarbigen, mit Schwefel durchdrungenen Trachyttrümmern umgeben und — nur zum Teil in den Berg hinein. Der Boden hat unzählige Risse und Sprünge, aus denen Schwefelwaseerstoffhas) wohl mit Kohlensäure vermengt, hervordringt und die Atmosphäre bis zu einer gewissen Höhe (im Innern der Höhle bis 2 m) erfüllt, an den Wänden der Höhle aber Schwefelrinde absetzt. Man kann in die pn le nur mit verschlossenem Munde und zurückgehaltenem Atem eintreten. Das eingesogene Gas betäubt, ja tötet. Die Leute aus der egüdet gebrauchen es als Heilbad gegen Augenübel, gegen die Gicht u. s. w. Die zweite Höhle zeigt dieselben Erscheinungen; sie wurde 1802 vom Bliße zertrümmert. Außer diesen Höhlen gibt es am B. noch zahlreiche Risse und Spalten, deren Wände mit Schwefellagen bedeckt sind. Oberhalb der ersterwähnten Höhle entspringt auf dem «Salzfelden ein reicher Säuerling; hier haben während der Kureriode die Kranken ihre primitiven Hütten aufgechlagen. Noch ist auf diesem Plateau eine Schwefelquelle bemerkenswert, die aus einem Sumpfe entspringt und zum Baden benutzt wird.