Budin (böhm. Budyns nad Ohfi), Stadt in der böhm. Bezirkshauptmannschaft Raudnitz, rechts an der Eger, nordwestlich von Prag, mit (1880) 1565 E. slawischer Zunge, die sich neben den sasen. W. Gewerben größtenteils mit Ackerbau befassen. B. soll 881 durch den prager Herzog Hostiwit mit Mauern und Gräben befestigt worden sein und von den ütten der Krieger (böhm. Baudy) den Namen eralten haben. Als König Wladislaw II. 1173 von der Regierung abtrat, behielt er sich B. mit andern zu seinem Unterhalt. Im 13. Jahrh. war der Ort im Besitze des Tempelordens, nach dessen Aufhebung er an die königl. Kammer zurückfiel. König Johann brachte ihn im Tauschwege an die Herren von Hasenburg, nach deren eine in den A die Sternberge, dann die Dietrichsteine in den Besitz traten. Das Dietrichsteinsche Schloß, ein Prachtbau des 18. Jahrh., wurde am 18. April 1759 von den Preußen mit Pulver gesprengt sowie die Stadt während der schles. Kriege die Dern in Asche gelegt. Die beiden alten Kirchen, ie Dekanatskirche sowie die Kirche Maria Schnee am Friedhofe, enthalten interessante Grabdenkmäler. In einer im got. Stil gebauten Granitänle mit der Jahreszahl 1271 in der Nähe des riedhofs erblickt man ein Denkzeichen aus der eit der Tempelherren.