Bode, der beträchtlichste Harzfluß des Elbegebietes, welcher die Wasser des Unterharzes sammelt und der Saale zuführt, rinnt aus der Warmen B. und der Kalten B. zusammen, die beide auf dem Brockenfelde entstehen. Die Warme B., die westliche, 9 1 am Fuße der Achtermannshöhe, die Kalte B. die östliche, am Königsberge her und ——⁷ die Dörfer Schierke und Elend. Das Thal der letztern folgt der Längenrichtung des Harzes und ist daher sanfter, doch zeigt es sonderbare Felsgruppen, darunter bei Schierke, dem en, di Dorfe des Harzes (596 m), zwei Felsnasen, die sog. einander stehende Granitpyramiden, welche Trümmern eines Triumphbogens gleichen. Nach der Vereinigung beider Bäche bei Königshof, wo die Reste von Bodfeld, dem Jagdschloß der salischen Kaiser, stehen, strömt der Fluß, von nun an die Große Bode genannt, an merkwürdigen Quarz-Hahe anfemisge ostwärts nach Rübeland, in dessen Inte auf entgegengesetzten Ufern die Baumannshin s) und die Bielshöhle (rechts) liegen. Weiterin windet er sich mit vielen Krümmungen in einem tiefen Bette und verläßt bei Treseburg sein Längenthal, um von da ab in einem Querthal (dem chens thal der Engen — die letzten Granitmassen in ordostrichtung zu durchbrechen. Dieses majestätisch-wilde, erst in Woueer Zeit durch einen Fußweg zugänglich gemachte Durchbruchsthal, das mit seinen hochromantischen Felsenscenerien nur in Hochgebirgen s 13 Bobeth findet, ist den Touristen vorzugsweise als Bodethal bekannt, wird aber H* nach dem Felsen der Roßtrappe (an deren Fuß sich der Bodekessel befindet) benannt. Bei dem Dorfe Thale, wohin von Station eben der Linie Halle-VBienenburg der preuß. Staatsbahnen eine Zweigbahn R cer⸗ tritt die B. in die Ebene, in welcher sie uerst gegen NO. bis Quedlinburg, später gegen N. über eleben (östlich von Halberstadt) und Gröningen bis Oschersleben, nn, plötzli 110 egen SO. wendend, über Egeln und Staßfurt ieht und bei dem anhalt. Flecken München-Nienburg unterhalb Bernburg nach einem sehr gewundenen Laufe von 173 kin in die Saale mündet. Als Zuflusse nimmit die B. auf dem Harze selbst auf rechts die Rappbode und weiterhin die Luppbode, in der Ebene rechts die Selke oberhalb Wegeleben, links, zwischen Wegeleben und chersleben, die Holzemme. Bei Oschersleben wird die B. durch den Großen Bruchgraben nach W. hin mit der Ilse und so mit der Ocker, mithin das Elbe⸗ mit dem Wesergebiet in Verbindung gesetzt.