Bullionausschuß (Bullion committee) ist die allgemein üblich gewordene Bezeichnung des parlamentarischen Komitees, das 1810 zur Untersuchun der engl. Valutaverhältnisse (s. Bankrestriktion niedergesetzt wurde und in seinem Berichte, dem sog. Bullion Report (eigentlich Report on the high price of gold bullion) die Grundsätze aufstellte, die später mehr und mehr für die engl. Bankpolitik und bis zu einem gewissen Grade auch für die Peelsche Bankakte (s. d.) bom war d geworden sind. Das Barrengold + war damals mit Rücksicht auf den frühern Münzpreis um 20 Proz. gegen die uneinlöslichen Banknoten gestiegen; gleichwohl aber bestritten die Direktoren der Bank, daß die Noten entwertet seien; sie behaupteten, die Noten könnten uberhaupt nicht an Wert verlieren, solange sie nur egen unzwei hsela solide, auf reellen Geschäften eruhende Wechsel mit kurzer Verfallzeit ausgegeben würden. Dem entgegen wies der B. nach, daß nicht das Gold gestiegen, sondern die Noten wirklich gesunken seien, daß zu viele Noten im Umlauf seien und daß die Ausgabe derselben durch die Einstellung der Einlösung ihre her möali Kontrolle verloren habe; man möge daher möglichst bald, nämlich in wei Jahren, die Barzahlung wieder aufnehmen. iese Ansichten wurden von dem B. keineswegs zuerst, aber in einer eindrucksvollen, wissenschaftlichen Form entwickelt, und der Bullionbericht erlangte ponft als Programm einer streng soliden Bankolitik auch auperhald Englands großes ieer Po-Man bezeichnet auch wohl die Anhänger dieser Politik, die vor allem die 1U5 5 Einlöslichkeit der Banknoten sichern will, als Bullionisten, im Gegensatz zu den Inflationisten (s. d.), die durch reichliche, wenn auch weniger solide Cirkulationsmittel die Lage der Schuldner und der Produzenten verbessern zu können glauben. ullion Report, s. u. Bullionausschuß.