FeedBankrestriktion
Handwerk & GewerbeBrockhaus 1882

Bankrestriktion nennt man die Suspension der Barzahlungen der Bank von England von 1797 bis zur Ausführung der Peelschen Bill von 1819. (S. Banken, geschichtlich). Der erste Bank restriction acto datiert vom 3. Mai 1797, nachdem das Ministerium schon 26. Febr. HDurch eine Geses Maßregel getroffen hatte. Durch dieses esetz wird den Direktoren der Bank verboten, Metallgeld auszugeben außer in Beträgen von weniger als 20 Shilling, und die Bank wird gegen alle Angriffe wegen ihres sonte Delnrar sicherestellt. Kein uldner sollte belangt werden önnen, der ein Za Wisaueit in Banknoten gemacht hätte. Die Wirksamkeit dieser Bestimmungen wurde 30. Nov. 1797 bis «sechs Monate auch dem Friedensschluß » verlängert; doch erfolgte au nach dem Frieden von Amiens eine weitere Verlängerung. Eine Entwertung der Banknoten gegen Gold trat bis Sept. 1799 nicht ein; dann aber entwickelte sie sich rasch und wurde sowohl in den ungünstigen Wechselkursen als in dem hohen Preise des Barrengoldes (in Banknoten ausgedrückt) unzweifelhaft erkennbar. Während ber die Unze Standardgold 77 Shill. 6 Pence kostete, stieg ihr Preis im Febr. 1801 auf 84 Shill., 1809 auf 90 Shill., 1814 auf 108 Shill. Im J. 1817 war er Ende Februar auf 78 Shill. 6 Pence zurückgegangen, aber im August stieg er wieder auf 80 Shill 6 Pence. Nach dem Gesetze von 1819 traten bald wieder normale Verhältnisse ein, schneller als in den Übergangsbestimmungen des Gesetzes angenommen war, und schon im Febr. 1821 stand der Goldpreis auf dem nunmehr gesetzlichen Pariwerte von 77 Shill. 10½ Pence. Eine parlamentarische Untersuchung über die Ursachen des hohen Goldpreises rief 1810 den berühmten (Bullion reporto (s. d.) hervor.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 2, S. 451Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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