Currency-Schule nennt man im Gegensatz zur Bankschule (s. d.) die Anhänger der in England namentlich von Jones Loyd (später Lord Overstone), Oberst Torsens und Rob. Peel verteidigten Ansicht, daß durch Emission nicht vollgedeckter Banknoten (s. d.) die Summe der im Lande cirkulierenden Umlaufsmittel übermäßig vermehrt werden könne, daß infolge dessen allgemeine Preissteigerung und dadurch Abfluß des Edelmetallgeldes in das Ausland hervorgerufen werde. Die konsequentesten Vertreter dieses Standpunktes verlangen nißt, sind unter K aufzusuchen. geradezu volle metallische Deckung aller Banknoten; in England hat 5 indes die C. mit der Beschränkung des Notenwesens begnügt, die durch die Peelsche Bankakte (s. d.) geschaffen worden. Ihre Einseitigkeit liegt hauptsächlich darin, daß sie sowohl die Hähigkeit der Banken, ihre Noten beliebig zu vermehren, als auch die direkte Einwirkung der Notenmenge auf die Preise weit überschätzt hat, während sie die Bedeutung der sonstigen Kreditorganisation, namentlich des Check- und Clearinghouse-Systems neben den Banknoten, zu wenig beachtete.