Buro oder Buru, niederländ.⸗ostind. Insel, erstreckt sich von 3 10 bis 3 54 5“ südl. Br. und 126 3, 30“bis 127² 10 24“ östl. L. (von Greenwich). Sie bildet eine unter einen Kontrolleur gestellte Abteilun der Residentschaft Amboina in den Molukken und ist mit der kleinen Insel Amblau 8771 Am groß. B. ist längs der Küste von ausgestreckten Strandmorasten umgeben, im Innern dagegen gebirgig, aber nicht vulkanisch. Die Küstengegend ist äußerst ungesund. B. ist dicht bewaldet und die Bodenkultur nimmt nur den allerkleinsten Teil davon ein. Die Walder enthalten eine große Anzahl schöner und nützlicher Baumarten, unter denen Melaleuca leucadendron und M. Cajeputi, von denen das als Heilmittel schätzbare ½½½ gewonnen wird, sowie die im 18. Jahrh. daselbst anepflanzte Tectona grandis, der Teakbaum der ngländer, vorzugsweise zu erwähnen sind. Melaleuca leucadendron bedeckt ganze Berge. Von den Erzeu nissen aus dem Tierreich ist der Hirscheber, Sus Babirussa, hervorzuheben. Die Bevölkerung ist gering, kaum 10000 betragend. Sie ist in ethnologischer Beziehung der von Amboina und den Nachbarinseln nahe verwandt, aber in körperlicher wie geistiger Beziehung niedriger stehend. Hauptstadt ist Kajeli unter 322“ südl. Br. und 127˙ 5 östl. L. an der Südostküste der nsel gelegen, ein ärmlicher, schlecht bevölkerter, häufig von bösartigen Fiebern heimgesuchter Ort, der Hafenplatz von B.