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ErdkundeBrockhaus 1882

Cäceres, Hauptstadt der gleichnamigen span. Provinz, liegt an dem kleinen Rio de C. auf dem lateau des mittlern Estremadura 480 m über dem eere. Die Stadt zählt (1877) 14 816 CE., ist gut gebaut, ziemlich betriebsam und Sitz eines Obererichts. Sie ward bereits 74 v. Chr. von den ömern gegründet und Castra Caecilia genannt. Das fleißig kultivierte Thal des genannten Flusses erzeugt besunders viel Gartenfrüchte; auch liegen in demselben zahlreiche Mühlen, Gerbereien, Walkmühlen und Wollfärbereien. Sonst bestehen die vielhindoieh vorzüglich aus Triften, auf welchen viel Rindvieh und Schafe gezüchtet werden. Die Wolle von C. gehört zu den geringern Sorten. — Die Provinz Caceres umfaßt 20 754,5 akm mit 306594 E. Sie bildet die nördl. Hälfte der Landschaft Estremadura und ist ein sehr malerisches, gutbewässertes und waldreiches Bergland. Der in einer schönen Thalschlucht fließende Tajo teilt sie in zwei Hälften, von denen die südliche, mit der Hauptstadt, Vich⸗ und trockener ist, aber reich an Korn und Vieh, an Ortschaften und Handel; durch die nördliche ziehen die Sierren de Gredos und de Gata, während die südliche die Guadalupe-Berge, die Sierren de Montänchez, San-Pedro und de Säo Mamede aufzuweisen hat. Der Boden ist fast durchweg ausgezeichnet, sodaß C. eine der besten Provinzen Spaniens ist; meist gehört er sehr großen Grundbesitzern; das Volk it arm und ohne jede Bildung. Die reichen Mineralschätze werden nicht ausgebeutet. Groß sind die Viehherden, und die von hier kommenden Schinken sind weit berühmt. Industrie und Handel sind gering. Qache-oaohe (frz.), Versteden (Kinderspieh).

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 3, S. 805Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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