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Bildende KunstBrockhaus 1882

Calear, Stadt im preuß. Rheinland, s. Kalkar. Calcar (Joh. Raltar von), ausgezeichneter Maler, geb. 1500 zu Kalkar im Kleveschen, also ein Deutscher, weshalb er mit Unrecht Jan van C. enannt wird. Über seine Jugendbildung ist nichts mäheres bekannt. Seine Vaterstadt erfreute sich einer vortrefflichen Malerschule, die sich unter Einfluß der Altflandrischen Schule gebildet hatte; seine eigene künstlerische Richtun hent jedoch Italien an. Zu Venedig bildete er sch eit 1536 unter Tizian aus; später er nach Neapel, wo er 1546 Innen sein soll. Er gilt als einer der vorzügichsten Nachahmer Tizians. Besonders gerühmt wird eine ihm zugeschriebene Mater dolorosa, in der Pinakothek zu München, und eine Geburt Christi, die in Rubens' Besitz war, von diesem auf einen Reisen überall mit sich geführt ward und äter in die kaiserl. Sammlung im Belvedere zu ien kam. Cben diese Galerie besitzt auch zwei schöne männliche Porträts von ihm. Meisterhaft und geistvoll sind die in Holz geschnittenen anatom. Darstellungen, die C. für des Arztes Vesalius berühmtes Werk De humani corporis fabricas (Basel 1543) lieferte. Indessen ist fraglich, ob C. auch die Holzschnitte oder bloß die Zaichnulen für dieselben geliefert habe. Irrtümlich hat man Wie auch die Bildnisse in Vasaris Künstlerbiographien zugeschrieben. loder Calciumoxyd. alcaria, offizinell lat. Benennung für Kalk OCalceolaria, Pantoffelblume, Linnesche Pflanzengattung aus der Familie der Scrophularineen, besteht aus schönblühenden Kräutern und Halbsträuchern Südamerikas, welche gegen-oder quirlständige Blätter und blattwinkel⸗ oder end-Fom angeordnete Blüten von sehr eigentümlicher orm besitzen. Die ganzblätterige, kurzröhrige, zweilippige Blumenkrone hat nämlich kapuzenförmig einwärts geschlagene Lippen, welche durch eine Spalte getrennt sind und den Eingang zum Schlunde verdecken, und zwar ist die Oberlippe sehr klein, die Unterlippe groß und aufgeblasen. Die zahlreichen Arten dieser Gattung Iumer sämtlich se u schr belierten gefärbte Blumen, und sind daher zu sehr eliebten Garpftn der Zimmer, Gewachshäuser und der Gärten geworden. Die beliebtesten und daher am häufigsten kultivierten Arten sind: C.arachnoidea und C. purpurea Grah., mit purpurnen ißt, sind unter K aufzusuchen. Blumen, C. racemosa Cav., corymbosa Rz. Pav. und erenatiflora Cav. mit gelben Blumen, sämtlich aus Chile, aus welchen die Kunst der Gärtner durch wiederholte Kreuzungen die prachtvollsten Varietäten und Sorten zu erziehen verstanden hat. Alle; Calceolarien sind Pflanzen des temperierten Hauses, können aber im Mai oder Juni ins freie Land verpflanzt werden, wo sie dann bis September viel schöner und + 4 blühen, als im Gewächshaus oder Zimmer. Sie verlangen alle Heideerde. Die krautigen Arten werden durch Zerteilung der Stöcke im Frühlinge oder durch Aussaat der Samen unmittelbar nach dem Reifwerden, die holzigen durch Ableger während des Sommers vermehrt.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 3, S. 831Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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