Cälatur (lat.), Einmeißelung, Hohlbehandlung. Nach dem ältern Sprachgebrauche, nach Plinius, Festus u. a., bezeichnete caelatura die Kunst, mittels des Meißels oder Schnitzmessers halberhabene Figuren auf Holz u. s. w. zu bilden. Später änderte ach der Sprachgebrauch dahin, daß man Pungo lich die meißel⸗ oder schnittartige Behandung von Metall, insbesondere an alen lo darunter verstand. Doch wurde auch bisweilen (so von Sueton und Quintilian) das Stechen und Graben in Metall damit gemeint.
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 3, S. 831Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei