Calprenède (Gautier de Costes, Seigneur de la), franz. Romandichter, geb. 1610 zu Cahors in Quercy, kam 1632 nach Paris, wo er sich durch Erzählertalent beliebt machte und eine untergeordnete Hofcharge bekleidete. Er starb 1663. Seine bändereichen histor. Romane: «Cassandrer (um 1640) mit der Tochter des Königs Darius von Persien als Hauptfigur, „Cleopàtrer (1646), der von Antonius' und Kleopatras 1 bon Mierred und Pharamondo (1664), ertarsant von Pierre de Vaumoniere, sind im heroisch-galanten Stile des derzeitigen Romans ehalten, außerordentlich episodenreich und verschlungen in der Handlung, aber nicht ohne Sinn für eine künstlerische Gestaltung der erzählenden Dichtung. Sie fanden Nachbildner in Deutschland (Philipp von Zesen, Herzog Anton Ulrich von Braunschweig u. a.) im 17. Jahrh. und anderwärts.