Creãtor (lat.), Schöpfer. Crebillon (Prosper *•½ de), der Altere, franz. Trauerspieldichter, geb. zu Dijon 13. Jan. 1674, erhielt in der Jesuitenschule seiner Vaterstadt und im Collége Mazarin zu Paris, seine Bildung, war anfangs Jurist, wandte sich aber dann der dramatischen Dichtung zu. Mit seinem ersten Stück: „La mort des enfants de Brutus, machte er kein Glück. Großen Beifall dagegen fanden Idoménéer (1705), Atrée et Thyesten (1707), Rhadamiste et Zénobier (1711); weniger gefielen (1717) und Pyrrhusv (1726). C. lebte lange Zeit in Dürftigkeit, erhielt 1735 das Amt eines Censors, und 1745 auf Verwendung der Pompadour eine Stelle bei der königl. Bibliothek. Er schrieb noch zwei Tragödien «Catilinav (1742) und 4I.e Triumviraty (1754), ein anderes Stück, CCromwelbo, blieb unvollendet. 1 6 mehr als Corneille, den er zum Vorbild nahm, liebte C. das Grauenhafte und Schreckenerregende und wurde deshalb «le terribleß genannt. C. war seit 1731 Mitglied der Akademie und starb 17. Juni 1762. Außer der prächtigen Ausgabe, die Ludwig XV. von C.s Werken veranstalten ließ (2 Bde., Par. 1750), sind die Ausgaben von Didot dem Altern (3 Bde., Par. 1812; 2 Bde., Par. 1818) und Perelle (2 Bde., Par. 1828) zu erwähnen. Erébillon (Claude Prosper Jolyot de), der Jüngere, des vorigen Sohn, b zu Paris 14. Febr. 1707, schrieb eine Anzahl schlü „Lettres de la marquise au comte de (2 Bde., Par. 1732), Tanzai et Nöadarner (1734), Les égarements du cœur et de l'esprito (1736), Le sopha, conte morab (2 Bde., 1745, sein bekanntestes Werk), „Les amours de Zeonikisulo, Ah! quel conte lo, Lettres athéniennesv u. s. w. C. starb zu Paris 12. April 1777. Seine «Oeuvres compléteso erschienen 1779 (7 Bde., Par.).