Campanerthal, ein reizendes Thal des obern Adour im franz. Depart. Oberpyrenäen, und zwar im Arrondissement von Bagneres-de-Bigorre 0 d.), hat seinen Namen von dem Marktflecken Campan, der am linken Ufer des Adour, 676 m über dem Meere, 6 km 9½ Bagneres liegt, 843 E. zählt und in dessen Nähe, 20 km im SO., am Fuße des 2831 m hohen Arbizon, berühmte Marmorbrüche, Kupferminen, die Schwefelquellen von Bagnet und eine Tropfsteinhöhle von 130 m Tiefe sich finden. Aus dem mit allen Reizen der Natur ausstatteten Thale von Bagneres, dessen Hügeln und ergen der 2876 m hohe Pic-du-Midi sich im Hintergrunde anschließt, führt die Allee Maintenon in das Thal von Campan. Hier bilden die Ruinen eines alten Klosters den ersten interessanten Punkt. Hinter dem Dorfe L'Esponne nimmt die Gegend einen wilden Charakter an; hohe Felsen und dichte Wälder umgeben die alte Priorei St.⸗Paul, unter welcher der Adour in dunkler Tiefe dahinrauscht. Der 2340 m hohe Mont-⸗Aigu schließt die Scene romantischer Naturschönheiten. In Deuts chland ist das Thal durch Jean Pauls Dichtung Das Cav berühmt geworden. „Campanien, eine ehemalige Landschaft Italiens, mit der Hauptstadt Capua (s. d.), die jetzigen sog. campanischen Provinzen Neapel und Caserta (oder Terra di Lavoro) nebst Teilen von Salerno und Avellino (oder Principato citeriore und ulteriore) umfassend, grenzte südöstlich an Lucanien, sühweslic an Samnium, nordwestlich an Latium, füdwestlic an das Tyrrhenische Meer und wurde wegen seiner Fruchtbarkeit und Anmut von den Römern, die hier ihre prachtvollsten Landhäuser kam vorzugsweise Regio felix, wie noch immer ampagna felice, genannt. Eine Menge Na-Louv, dir pt wie das Vorgebirge Misenum, der Besuv, die Phlegräischen Gefilde, der Fluß Vulturnus der Averner⸗ und Lucrinersee, geben diesem Lande einen besondern Reiz. Außerdem knüpfen sich an die Städte Bajä, Cumä, Misenum, Linternum, Puteoli, Neapel, Herculanum, Pompeji, Capreä, Salernum und Capua die wichtigsten Erinnerungen. Die vorzüglichsten Denkmäler, die sich hier finden, stellte Vadlint in Memorie suꝰ ĩ monumenti di antichità in Miseno, Baoli ete.o (Reap. 1812) zusammen. Als die ältesten Bewohner des Landes sind die Onotrer anzusehen, dann i die die Osker (Opiker) oder Ausoner, denen aber die Etrusker eine Zeit lang die Herrschaft entrissen, bis die Samniter seit der Eroberung von Capua 440 v. Chr. und der griech. Küstenstädte Cumä Land und Dikäarchia 437 nach und nach das ganze Land 77 unterwarfen und ihm den Namen C. gaben. ie Bewohner desselben wurden so aus der oskischsamnitischen Mischung ein eigenes Volk, welches sich um 235 die Römer unterwarfen.