FeedBareges oder Bareges-les-Bains
ErdkundeBrockhaus 1882

Bareges oder Bareges-les-Bains, berühmter Badeort im franz. Depart. Hochpyrenäen in der alten — Bigorre, 38 km im Süden von Tarbes und 20 km von Bagneres, liegt in dem engen und pittoresken Thale des Bastan 1232 m über dem Meere und besteht nur aus einer Straße. Das Bastanthal ist eng, wild und rau „von tiefen Schluchten und hohen, meist kahlen und fast immer in Nebel gehüllten Bergen umgeben, vom brausenden Bastan beunruhigt, ohne Grün und ½½ von furchtbaren Lawinen heimgesucht. Die Saison dauert von Mai bis Oktober, und auch in dieser Sommerzeit ist das Wetter unstet. Die übrige Zeit, wo der Ort bis zu 5m Höhe eingeschneit oder überschwemmt ist, bringen die Einwohner zu Luz zu, einem Städtchen von 1671 E. mit wichtigen Fabriken von sog. Baregesstoffen. Aus dem Granit von B. springen acht alkalisch-salinische Schwefelthermen von 31—45² C., welche besonders bei Hautkrankheiten und hartnäckigen Rheumatismen gebraucht werden. Von den vorhandenen Badeanstalten ist das Große Bad in verfallenem Zustande. Das Militärbad (seit 1760) kann 350 Kranke 60U umn Eine kleinere Anstalt mit Trinkquelle 30° C.) und Douche —7 neuerdings in der Nähe zu arzun errichtet worden, deren viel milder wirkendes Wasser zur Vorbereitung auf die Thermen von B. benutzt wird. Der Zufluß an Wasser ist in B. nicht zureichend für eine 73 uenz von 7—800 Badegästen; viele müssen ihr Bad in der Nacht nehmen. Dazu bietet der Ort wenig Bequemlichkeiten, und der Anblick vieler Krüppel it abschreckend. Zu B. war schon 1550 ein Wildbad-Bassin, und 1630 wurden hier zwei Badeanstalten errichtet. Seitdem 1677 der Herzog von Maine in Begleitung der Maintenon die Thermen benutzt hatte, wurde B. ein Modebad. Das Baregesthal, sonst eins der sieben Thäler des Lavedan, ist eins der län sten in den Pyrenäen. Der I und höchste Teil, La Pimené genannt, ist im NO. vom Mont-Néonville, im S. von Mont-Perdu (3352 m) und Marboré (3327 m), im W. vom zweispitzigen Vignemale (3290 m) umstellt. Am nördl. Fuße der beiden mittlern Berge 5 der Cirkus oder das Kesselthal von Gavarnie (Dorf in 1109 m Höhe), halbkreisförmig von 4—500 m hohen Steilwänden gebildet, von denen 12 Gießbäche in Kaskaden herabstürzen, darunter die 422 m 18 der Gave de Pau, wohl der nbr Wasserfa Europas. Nach S. ber die 90 m breite, 2804 m hohe er arte er Rolandsbresche und gegen W. der Paß oder Port de Bouchero ins Brotothal nach Spanien.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 2, S. 479Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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