FeedCäneus
Sagen & MythenBrockhaus 1882

Cäneus (grch. Kaineus) wurde nach der griech. Sage von Poseidon aus einer Jungfrau, die von ihm geliebt ward, auf ihre Bitte in einen Mann verwandelt und unverwundbar Geint m Er gehörte zu den Lapithen und erscheint im Kampfe der Lapithen mit den Centauren auf der Hochzeit des Peirithoos, in welchem erstere unterlagen. Da er unverwundbar war, wurde er von den Centauren mit Felsen und Baumstämmen überschüttet, bis er 2 unverletzt in die Erde fuhr. mann, geb. in Asturien um 1770, zeichnete sich bei den Cortes von 1812 als Abgeordneter von Valencia durch seinen Eifer für die konstitutionellen Grundsätze aus, wurde nach der Rückkehr Ferdinands VII. 1814 nach Penniscola verwiesen, im Juni 1816 aber zurückberufen und in Valencia angestellt. Nach der Wiederherstellung der Konstitution von 1812 im erhielt er das Finanzdepartement. Als Finanzminister ließ er seine gehaltvolle Denkschrift über die Finanzverhältnisse des Staats: Memoria sobre el eredito publicos (Madr. 1820), erscheinen, in der er die Mittel andeutete, durch welche das jährliche Defizit im Staats-Demur f welches mehr als die gesamte Einnahme betrug, sich decken lasse. Seine Vorschläge wurden jedoch nur teilweise ausgeführt. Mit den übrigen Ministern nahm er seine Entlassung, als sich der König am Schlusse seiner Rede bei Cröffnung der Cortes 1. März 1821, ohne Wissen der Minister, über die Schwäche der exekutiven Macht beklagte. Nach dem Sturze der Konstitution sah C. sich 1823 zur Auswanderung nach England genötigt, wo er das umfangreiche Werk Diccionario de hacienda para el uso de la suprema direccion de ella (5 Bde., Lond. 1827—28) schrieb, dem er die Elementos de la ciencia de hacienda (Lond. 1825) vorausgehen ließ. Er erhielt 1829 die Erlaubnis, nach Spanien zurückzukehren, und starb daselbst 1843.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 3, S. 906Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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